Zwangsstörungen bei Kindern & Jugendlichen – Tiefenpsychologisch verstehen

Wenn Gedanken und Handlungen das Leben bestimmen: Hintergründe erkennen

Zwangsstörungen bei Kindern und Jugendlichen äußern sich durch wiederkehrende, aufdringliche Gedanken (Zwangsgedanken) oder sich wiederholende Handlungen (Zwangshandlungen), die ausgeführt werden „müssen“. Dies kann den Alltag erheblich einschränken und großen Leidensdruck verursachen. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in meiner Praxis in Berlin-Lichtenrade zielt darauf ab, die unbewussten Ängste und Konflikte zu verstehen, die hinter den Zwangssymptomen stehen.

Was sind Zwangsgedanken und Zwangshandlungen?

  • Zwangsgedanken: Sich aufdrängende, oft beängstigende oder unangenehme Gedanken, Impulse oder Vorstellungen (z.B. Angst vor Verschmutzung, Sorge, jemandem zu schaden, übertriebene Ordnungsvorstellungen).
  • Zwangshandlungen: Wiederholte Verhaltensweisen oder Rituale, die ausgeführt werden, um Zwangsgedanken zu neutralisieren oder befürchtete Ereignisse abzuwenden (z.B. Waschzwang, Kontrollzwang, Ordnungszwang, Zählzwang).

Die Betroffenen erkennen oft selbst, dass ihre Gedanken oder Handlungen übertrieben sind, können sich aber nur schwer dagegen wehren.

Der tiefenpsychologische Ansatz bei Zwangsstörungen

Die Tiefenpsychologie betrachtet Zwangssymptome als Lösungsversuche für tieferliegende seelische Konflikte oder Ängste, die dem Kind oder Jugendlichen nicht bewusst sind.

  • Symbolisches Verständnis: Zwangsgedanken und -handlungen haben oft eine symbolische Bedeutung. Wir versuchen, diese verborgene Sprache des Unbewussten zu entschlüsseln. Was soll durch den Zwang kontrolliert oder abgewehrt werden? (z.B. unbewusste Schuldgefühle, Aggressionen, Verlustängste).
  • Angstbewältigung: Durch das Verstehen und Bearbeiten der zugrundeliegenden Ängste in der Therapie kann der Druck, die Zwangshandlungen auszuführen, nachlassen.
  • Entwicklung von Autonomie: Die Therapie unterstützt das Kind/den Jugendlichen dabei, mehr Kontrolle über das eigene Fühlen und Handeln zu gewinnen und sich aus den Zwängen zu befreien.
  • Sicherer Rahmen: Die therapeutische Beziehung bietet Sicherheit, um sich den beängstigenden Gedanken und Gefühlen zu stellen.

Therapieablauf und Einbindung der Familie

Nach den Erstgesprächen und der Probatorik findet die Therapie regelmäßig statt. Elterngespräche sind essenziell, um die Dynamik der Zwangsstörung im familiären Kontext zu verstehen und Sie als Eltern im Umgang mit den Symptomen zu beraten und zu unterstützen.

Unterstützung bei Zwangsstörungen in Berlin Lichtenrade

Wenn Ihr Kind unter Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen leidet, kann eine tiefenpsychologische Therapie helfen. Vereinbaren Sie gerne einen Termin für ein Erstgespräch in meiner Praxis in Berlin-Lichtenrade.