ADHS & Konzentrationsprobleme bei Kindern in Berlin: Ursachen verstehen, nicht nur Symptome behandeln
Ihr Kind kann sich schlecht konzentrieren, ist ständig in Bewegung oder reagiert sehr impulsiv? Viele Eltern in Berlin fragen sich: Hat mein Kind ADHS? Diese Symptome können den Alltag in Familie und Schule stark belasten – besonders wenn Hausaufgaben zur täglichen Herausforderung werden oder ständig Konflikte entstehen. In meiner Praxis in Berlin Lichtenrade biete ich tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die nicht nur die Symptome betrachtet, sondern die tieferen Ursachen hinter Unruhe und Konzentrationsschwäche versteht.
Woran erkenne ich ADHS oder Konzentrationsstörungen?
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) zeigt sich bei Kindern sehr unterschiedlich. Typische Anzeichen, die Eltern bemerken:
Konzentrationsprobleme:
- Ihr Kind lässt sich leicht ablenken und kann nicht lange bei einer Aufgabe bleiben
- Macht viele Flüchtigkeitsfehler in Hausaufgaben oder Tests
- Vergisst häufig Schulsachen oder Termine
- Scheint nicht zuzuhören, wenn man mit ihm spricht
- Hat Schwierigkeiten, Aufgaben zu organisieren
Hyperaktivität:
- Ständiger Bewegungsdrang – kann nicht still sitzen
- Zappelt mit Händen und Füßen oder rutscht auf dem Stuhl herum
- Rennt herum oder klettert in unpassenden Situationen
- Redet sehr viel und kann schlecht leise spielen
- Wirkt „wie getrieben“ oder „innerlich unter Strom“
Impulsivität:
- Platzt mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist
- Unterbricht andere ständig oder kann nicht warten
- Handelt ohne nachzudenken (z.B. rennt auf die Straße)
- Heftige emotionale Ausbrüche bei Frustration
- Schwierigkeiten, Regeln einzuhalten
Wichtig: Nicht jedes unruhige, unkonzentrierte oder lebhafte Kind hat ADHS. Viele Kinder zeigen diese Verhaltensweisen phasenweise – besonders in stressigen Lebenslagen (Schulwechsel, Trennung der Eltern, Geschwistergeburt). Eine sorgfältige Diagnostik durch einen Facharzt oder Psychotherapeuten ist daher unerlässlich.
Mehr als nur „Zappeligkeit“: Die seelischen Ursachen verstehen
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie unterscheidet sich von rein verhaltensorientierten Ansätzen. Statt nur Techniken zur Symptomkontrolle zu trainieren, erforschen wir gemeinsam:
Welche unbewussten Konflikte könnten dahinterstecken?
Manchmal sind Unruhe, Impulsivität oder Konzentrationsschwäche unbewusste Lösungsversuche für andere innere Belastungen. Ein Kind, das innerlich unter großem Druck steht (z.B. durch Leistungserwartungen, Familienkonflikte oder Verlustängste), kann diese Spannungen durch motorische Unruhe oder Ablenkbarkeit ausdrücken.
Das Selbst stärken und Regulation fördern
Die Therapie hilft Ihrem Kind, sich selbst besser zu verstehen und zu regulieren. Durch das Bearbeiten unbewusster Konflikte können innere Spannungen abgebaut werden – was oft auch die ADHS-Symptome lindert. Ihr Kind lernt, eigene Gefühle und Impulse zu erkennen und besser mit ihnen umzugehen.
Sichere Beziehung als Entwicklungsraum
Die therapeutische Beziehung bietet einen sicheren Rahmen, in dem Ihr Kind neue Erfahrungen im Umgang mit Aufmerksamkeit, Impulsen und Selbststeuerung machen kann. Durch die verlässliche Beziehung zur Therapeutin entsteht ein Raum für inneres Wachstum.
Spieltherapie und Gespräch
Bei jüngeren Kindern nutzen wir das therapeutische Spiel, um innere Prozesse sichtbar und bearbeitbar zu machen. Kinder drücken im Spiel aus, was sie nicht in Worte fassen können. Bei Jugendlichen steht das Gespräch im Vordergrund – wir erforschen gemeinsam Gedanken, Gefühle und Verhaltens muster.
Wie läuft die Therapie ab?
Nach einem ausführlichen Erstgespräch zur Klärung Ihrer Fragen und der aktuellen Situation folgen probatorische Sitzungen zum gegenseitigen Kennenlernen. Dann beginnt die regelmäßige Therapie, meist wöchentlich. Die Kosten werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.
Elterngespräche sind zentral
Begleitende Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Wir besprechen gemeinsam:
- Wie Sie Ihr Kind im Alltag unterstützen können
- Welche Strukturen und Routinen hilfreich sind
- Wie Sie mit Konflikten und Frustration umgehen
- Was hinter dem Verhalten Ihres Kindes stecken könnte
- Wie Sie Ihre eigenen Belastungen als Eltern managen
Oft sind Eltern von Kindern mit ADHS selbst erschöpft und frustriert. Die Elterngespräche bieten Raum, diese Gefühle zu besprechen und neue Perspektiven zu entwickeln.
ADHS oder etwas anderes? Die richtige Diagnose ist wichtig
Konzentrationsprobleme, Unruhe und Impulsivität können auch andere Ursachen haben:
- Angststörungen: Ein ängstliches Kind kann unruhig und unkonzentriert wirken
- Schlafprobleme: Chronischer Schlafmangel führt zu ähnlichen Symptomen
- Über- oder Unterforderung in der Schule
- Belastende Lebensereignisse (Trennung, Umzug, Mobbing)
- Hochsensibilität oder Hochbegabung
Deshalb ist eine umfassende Diagnostik so wichtig. In manchen Fällen arbeite ich mit Kinderärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern oder Schulpsychologen zusammen, um ein vollständiges Bild zu bekommen.
Häufige Fragen von Eltern:
Muss mein Kind Medikamente nehmen?
Nicht zwingend. Die Entscheidung für eine medikamentöse Behandlung (meist Methylphenidat/Ritalin) wird individuell getroffen – oft in Zusammenarbeit mit einem Kinder- und Jugendpsychiater. Psychotherapie und Medikation können sich ergänzen, aber viele Kinder profitieren auch ohne Medikamente von einer tiefenpsychologischen Therapie.
Wie lange dauert die Therapie?
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Kinder zeigen nach einigen Monaten deutliche Verbesserungen, andere benötigen längere Unterstützung – besonders wenn tieferliegende Konflikte bearbeitet werden. Die Therapie endet, wenn Ihr Kind die Herausforderungen gut bewältigen kann und sich stabil entwickelt.
Kann ADHS „geheilt“ werden?
ADHS ist oft eine neurobiologisch bedingte Besonderheit, die nicht „verschwindet“. Aber: Kinder können lernen, sehr gut damit umzugehen und ihre Stärken zu nutzen. Viele Menschen mit ADHS entwickeln besondere Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und Intuition – wenn sie die richtige Unterstützung erhalten.
Was ist der Unterschied zwischen ADS und ADHS?
ADS (ohne Hyperaktivität) zeigt sich vor allem durch Verträumtheit, langsames Arbeitstempo und Konzentrationsschwäche – ohne die typische motorische Unruhe. Diese Kinder fallen oft weniger auf, leiden aber ebenso unter ihren Schwierigkeiten.
ADHS-Therapie in Berlin Lichtenrade
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind mehr braucht als Verhaltenstipps – wenn Sie die tieferen Ursachen verstehen möchten – kontaktieren Sie mich gerne für ein Erstgespräch. Meine Praxis befindet sich in Berlin Lichtenrade und ist gut erreichbar für Familien aus Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und dem gesamten Süden Berlins.
Gemeinsam finden wir heraus, wie Ihr Kind trotz der Herausforderungen sein volles Potenzial entfalten kann.
Kontakt und Anfahrt
Privatpraxis Dr. Christine Schempp
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Lichtenrader Damm 158
12305 Berlin-Lichtenrade
Telefon: 0151-11223303
E-Mail: christine@schempp-psychologin.de
Anfahrt:
- Mit der S-Bahn: S2 bis S-Bahnhof Schichau Weg/ Lichtenrade
- Mit dem Bus: M76, 172 bis Lichtenrade
- Mit dem Auto: Parkplätze in unmittelbarer Nähe vorhanden
Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Kind kennenzulernen. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch.
0151-11223303