Suchtstörungen bei Jugendlichen – Tiefenpsychologisch verstehen
Die Flucht vor dem Fühlen: Was steckt hinter dem Suchtverhalten?
Ob exzessive Mediennutzung (Handy, Gaming), Drogen- oder Alkoholkonsum – Suchtverhalten bei Jugendlichen ist ein ernstes Warnsignal. Das Suchtmittel dient oft dazu, unangenehme Gefühle, innere Leere oder schwierige Lebensumstände zu betäuben. In meiner tiefenpsychologisch fundierten Praxis in Berlin-Lichtenrade arbeite ich mit Jugendlichen daran, die Funktion der Sucht zu verstehen und gesündere Wege der Problembewältigung zu finden.
Anzeichen einer Suchtstörung
- Kontrollverlust: Der Konsum (von Medien oder Substanzen) kann nicht mehr oder nur schwer gesteuert werden.
- Interessenverlust: Frühere Hobbys, Freunde und die Schule werden zugunsten des Suchtmittels vernachlässigt.
- Toleranzentwicklung: Es wird immer mehr „davon“ gebraucht, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
- Entzugserscheinungen: Unruhe, Reizbarkeit oder körperliche Symptome, wenn der Konsum reduziert wird.
- Verheimlichung: Das Ausmaß des Konsums wird vor Eltern oder Freunden verheimlicht.
Wie tiefenpsychologische Psychotherapie bei Suchtstörungen hilft
Die Tiefenpsychologie fragt: Welche seelische Not wird mit der Sucht „behandelt“?
- Funktion der Sucht: Wir ergründen, wovor der/die Jugendliche flieht. Dient die Sucht der Betäubung von Trauer, Ängsten, Wut oder einem Gefühl von innerer Leere und Sinnlosigkeit?
- Ursachenforschung: Oft liegen die Wurzeln in unbewältigten Konflikten, traumatischen Erlebnissen oder einem schwachen Selbstwertgefühl.
- Gefühlsregulation: Ein Hauptziel ist es, zu lernen, schwierige Gefühle wahrzunehmen, auszuhalten und zu verarbeiten, anstatt sie zu betäuben.
- Beziehungsaufbau: Die stabile und vertrauensvolle therapeutische Beziehung ist ein zentraler Pfeiler, um neue, positive Beziehungserfahrungen zu machen und die Isolation zu durchbrechen.
- Identitätsfindung: Die Therapie unterstützt den Jugendlichen dabei, ein stabiles Selbst zu entwickeln und einen Platz im Leben zu finden.
Therapieablauf und Elterngespräche
Die Bereitschaft des Jugendlichen ist die Voraussetzung für eine Therapie. Nach Erstgesprächen (mit Ihnen und dem/der Jugendlichen) und Probatorik beginnt die wöchentliche Arbeit. Begleitende Elterngespräche sind wichtig, um die Familiendynamik zu verstehen und Sie als Eltern in dieser schwierigen Phase zu unterstützen.
Unterstützung bei Suchtverhalten in Berlin
Wenn Sie sich Sorgen über das Konsumverhalten Ihres Kindes machen, ist ein frühzeitiges Gespräch wichtig. Kontaktieren Sie mich gerne für eine erste Einschätzung in meiner Praxis in Berlin.
0151-11223303